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Erbbauzins

 

Mit Einmalzahlung Steuern sparen: wie Bauherren profitieren können:

 

Ein Urteil, das den Finanzbehörden nicht passt und deshalb möglich kassiert wird: Wer nicht auf gekauftem Grund und Boden baut, sondern auf per Erbbaurecht überlassenen Flächen, genießt neue Vorteile:

 

Er kann die so genannten Erbbauzinsen auch dann voll bei der Steuer absetzen, wenn er sie in einem Einmalbetrag im Voraus zahlt. So urteilt der BFH unter AZ IX R 65/02. Das Erbbaurecht ist ein meist über 99 Jahre befristeter Anspruch, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu erreichten und anschließend zum Beispiel zu vermieten. Dieses Recht trägt ein Notar im Grundbuch ein, es kann wie ein „echtes Grundstück“ verkauft, vererbt und beliehen werden.

 

Dafür zahlt der Käufer dem Eigentümer des Grundstücks einen Erbbauzins. Üblicherweise in monatlichen oder jährlichen Raten. Strittig war bisher, ob der Erbbauzins auch dann bei der Steuer absetzbar ist, wenn er sofort in einer Summe gezahlt wird. Nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums aus 1996 ging das nicht. Doch jetzt gaben die BFH-Richter einem rheinischen Immobilienbesitzer recht.

 


Vorteilsrechnung:

 

Ein Bauherr erwirbt für 250000 Euro Erbbauzinsen das Recht, ein Gebäude zu errichten und zu vermieten. Baukosten: eine Million Euro, Abschreibung: 2 Prozent.

 

Die Rechnung zeigt, wie viel der Bauherr im ersten Jahr mehr spart, wenn er die Erbbauzinsen sofort absetzt, statt sie über 99 Jahre Laufzeit zu verteilen.



Erbbauzinsen absetzen

Erbbauzins

250.000,00

Abschreibung

20.000,00

absetzbar

270.000,00

Steuervorteil 50 %

135.000,00

 

 

Erbbauzinsen verteilen

Erbbauzins pro Jahr

2.525,00

Abschreibung

20.000,00

absetzbar

22.525,00

Steuervorteil 50 %

11.262,50

 

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